03. - 10.06.26           En

Albrecht Weinberg - Es ist immer in meinem Kopf

D 2026 | 90 Min. | DF Programm für Kindergärten & Schulen Neue deutsche Filme

Albrecht Weinberg, der letzte ostfriesische Überlebende des Holocaust, ist am 12. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren verstorben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und sind sehr dankbar dafür, dass wir den jüngst fertiggestellten Dokumentarfilm von Güner Yasemin Balci und Jesco Denzel für das diesjährige Filmprogramm haben gewinnen können. 

Albrecht Weinberg nimmt uns mit auf eine letzte Reise durch Norddeutschland – in seine alte Heimat, die sich heute fremd anfühlt. Nach Auschwitz und dem Mord an einem Großteil seiner Familie wanderte er 1947 aus. Die Freiheitsstatue in New York wurde für ihn zum Versprechen eines neuen Lebens. „You must forget about it“, sagten sie ihm in Amerika. Er hat es versucht – und ist doch daran gescheitert. Wie soll man das Unvorstellbare vergessen?

Nach 60 Jahren in New York und Florida lebte Albrecht wieder in Ostfriesland. Unermüdlich teilte er seine Erinnerungen: an Ausgrenzung und Entrechtung, an die schleichende Radikalisierung und den industriell organisierten Massenmord der Nationalsozialisten. Mal nüchtern, mal überraschend offen sprach er über das, was ihn bis heute begleitet hat. An seiner Seite war Gerda Dänekas – einst seine Pflegerin, zuletzt seine Freundin und Mitbewohnerin. Gemeinsam verfolgten sie eine Mission: erzählen, erinnern, gegen das Vergessen ansprechen – solange es noch möglich ist. Es war ein Leben, geprägt von den Verbrechen der Vergangenheit und dem unaufhörlichen Kreislauf der Erinnerungen. 

Sondervorstellungen für Schulen 
08.06.26 | 10:30 Uhr | vhs Forum, Emden
10.06.26 | 11:00 Uhr | Papenburg (Kino)

Termine reguläres Festivalprogramm
08.06.26, 16:30, Inselkino im Kurtheater, Norderney
08.06.26, 17:20, Festspielhaus am Wall, Emden
09.06.26, 17:00, CineStar 2, Emden

Online-Ticketing ab 18.05.26 unter https://filmfestemden.reservix.de/

Regie: Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel
Buch: Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel
Kamera: Jesco Denzel, Bernd Hermes
Schnitt: David Holfelder, Jan-Christian Pohl
Musik: Peer Kleinschmidt, Jan Frederik Vogt
Mit: Albrecht Weinberg, Gerda Dänekas, Leslie Hard, Carl Osterwald, Baruch Chauskin, Edith Horst, Claus Peter Horst, Anke Schubert
Redaktion: Christian Stachel (ZDF), Simone Grabs (ZDF)
Produktion: Kundschafter Filmproduktion / Matthias Miegel
Verleih: mindjazz pictures UG

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Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel

GÜNER YASEMIN BALCI ist Journalistin, Schriftstellerin, Filmemacherin und seit 2020 Integrationsbeauftragte für den Berliner Bezirk Neukölln. Bis Ende 2008 war sie Redakteurin beim ZDF für das Politmagazin Frontal 21. Danach arbeitete sie regelmäßig als Regisseurin für Arte, ARD und ZDF. 2017 gewann ihr Dokumentarfilm „Der Jungfrauenwahn“ den Bayrischen Fernsehpreis. Für die ZDF-Sendung „37°“ produziert sie regelmäßig Filme zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen. 

JESCO DENZEL studierte in Hamburg Politische Wissenschaft und in Hannover Fotojournalismus. Seit 2010 arbeitet er als offizieller Fotograf der Bundesregierung und dokumentiert Termine und Reisen des Bundeskanzlers und des Bundespräsidenten. 2018 erhielt er für seine Arbeit den World Press Photo Award in der Kategorie Zeitgeschehen. Seit 2020 arbeitet er verstärkt als Kameramann und Filmemacher.

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