03. - 10.06.26           En

„Furchtbar Göse“ gewinnt den Emder Drehbuchpreis

Das Buch von Gregor Eisenbeiß und Sarah M. Kempen wurde bei der feierlichen Preisverleihung heute Abend in Emden ausgezeichnet.

Das Drehbuch „Furchtbar Göse“ hat beim 36. Internationalen Filmfest Emden-Norderney den mit 10.000 Euro dotierten Emder Drehbuchpreis gewonnen.  Die vom Grimme-Institut in Marl berufene Fachjury kürte das Buch von Gregor Eisenbeiß und Sarah M. Kempen heute Abend zum besten Drehbuch der insgesamt 109 Einreichungen. Der Verleihung fand im Rahmen einer festlichen Preisverleihungsveranstaltung im „Festspielhaus am Wall“ in Emden statt.

Auszug aus der Jurybegründung: Auf unterhaltsame und besondere Weise stellen sich Gregor Eisenbeiß und Sarah M. Kempen in „Furchtbar Göse“ der ultimativen Frage: Was ist gut und was ist böse; und ist böse immer böse oder ist böse auch manchmal gut? Hier wurde eine Welt gebildet, die funktioniert: heute, vor 50 und vielleicht auch noch in 50 Jahren. Die Geschichte bleibt sich treu und verzichtet auf Handys, große Technologien und unterstützt somit die Figuren und ihre Probleme und Hürden.

Das Buch ist ein großer Spaß, der sich nicht nur mit großen Themen, sondern auch mit kleinen feinen Nuancen beschäftigt. Es ist wahnsinnig kreativ und Detail-verliebt und man entdeckt immer wieder neue „Ostereier“, wie man so schön sagt. Das lustvolle böse-Sein macht so viel Spaß, wie die Dialoge zwischen den jungen und älteren Figuren.

Man hat das Gefühl, hier schreiben nicht Erwachsene von oben herab über Kinder, sondern hier wurde sich auf Augenhöhe mit der Psychologie und den Interessen und Fragen von Kindern auseinander-gesetzt, um ein Drehbuch zu verfassen, welches unterhält, berührt, chaotisch und ja, auch ein bisschen böse ist.

Die beiden ebenfalls nominierten Bücher „Ahmet“ von Sandin Puce und „Der Zauderer“ von Manuel Ostwald und Anja Gurres wurden mit je 1.000 Euro Preisgeld bedacht. Der Emder Drehbuchpreis wird von der Spedition Weets gestiftet.

Zur Jury gehörten in diesem Jahr die Regisseurin Elsa van Damke. Der Journalist Christian Buß und der Schauspieler Adnan Maral. Die Leitung lag in den Händen von Lucia Eskes vom Grimme Institut in Marl.

Das Internationale Filmfest Emden-Norderney wurde 1990 gegründet und hat sich seither zu einem bundesweit vielbeachteten Publikumsfest mit jährlich gut 25.000 Besuchern entwickelt. Neben deutschen Filmen stehen alljährlich insbesondere Produktionen aus Nordwesteuropa im Mittelpunk des Festivalprogramms. Viele davon werden in Emden und auf Norderney als Uraufführung oder deutsche Erstaufführung präsentiert.

Veröffentlicht: 05.06.26